§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Geschäftsbeziehung zwischen kantaa - gut beraten (nachfolgend Anbieter*in genannt) und ihren Auftraggeber*innen (nachfolgend Klient*in genannt) für alle Leistungen im Bereich Supervision, Coaching, Mediation, Moderation und Weiterbildung.
Diese AGB werden den Klient*innen vor oder zusammen mit dem Angebot übergeben. Abweichende oder zusätzliche Bedingungen werden von kantaa - gut beraten nur anerkannt, wenn diesen ausdrücklich und schriftlich zugestimmt wird.
Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer im Sinne dieser AGB ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB). Das Widerrufsrecht nach § 5 gilt ausschließlich für Verbraucher.
§ 2 Ablauf des Beratungsprozesses
Der Beratungsvertrag kommt durch ein schriftliches Angebot unsererseits und dessen Annahme durch die Klient*in bzw. den Auftraggeber zustande - wahlweise in Form einer Angebotsbestätigung oder eines gesondert unterzeichneten Vertrags.
Zu Beginn des Beratungsprozesses werden gemeinsam mit der Klient*in Themenfelder und Zielsetzungen geklärt und festgelegt. Der Prozess findet in einem geschlossenen Raum statt. Die Klient*in bestimmt, welche Themen behandelt werden und auf welche Weise.
Nach vereinbarten Intervallen finden Auswertungen des Beratungsprozesses statt, in denen die Fortschritte und Veränderungen reflektiert werden. Diese Auswertungen dienen zur Überprüfung der Zielrealisierung und ggf. zur Anpassung des Prozesses.
§ 3 Haltung und Qualität
Die Anbieter*innen von kantaa - gut beraten sind Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching (DGSv) e.V. und verpflichten sich damit zur Einhaltung der ethischen Richtlinien und Qualitätsstandards der DGSv. Qualitätssicherung findet durch regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungen, Supervision und Intervision statt. Die Anbieter*innen unterliegen einer regelmäßigen kollegialen Überprüfung ihrer Arbeit.
Bei Beschwerden über die Qualität der Beratung steht den Klient*innen die Ombudsstelle der DGSv zur Verfügung.
§ 4 Honorar und Abrechnungsmodalitäten
Die Honorare werden der Klient*in transparent und schriftlich mitgeteilt. Alle Honorare verstehen sich zuzüglich geltender Umsatzsteuer. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt fällig und zahlbar. Die Zahlung erfolgt per Überweisung auf das in der Rechnung angegebene Konto. Fahrt- und Reisekosten werden zusätzlich zum Honorar in Rechnung gestellt und nach tatsächlichen Kosten abgerechnet, falls nicht anders vereinbart.
Stornobedingungen für Einzelsitzungen
- Bei Absage bis 7 Tage vor dem Termin: kostenlos
- Bei Absage zwischen 3 und 7 Tagen vor dem Termin: 50 % Stornogebühr
- Bei Absage weniger als 3 Tage vor dem Termin oder Nichterscheinen: volle Honorargebühr
Stornobedingungen für ganztägige Veranstaltungen und Weiterbildungen
- Bei Absage bis 2 Wochen vor dem Termin: kostenlos
- Bei Absage zwischen 1 und 2 Wochen vor dem Termin: 50 % Stornogebühr
- Bei Absage weniger als 1 Woche vor dem Termin oder Nichterscheinen: volle Gebühr
Der Klient*in bleibt es unbenommen nachzuweisen, dass kein Schaden oder ein wesentlich geringerer Schaden als der jeweilige Pauschalbetrag entstanden ist. In diesem Fall ist nur der nachgewiesene, geringere Schaden zu ersetzen.
Gesetzliche Widerrufsrechte von Verbrauchern bleiben von diesen Stornierungsregelungen unberührt.
§ 5 Widerrufsrecht für Verbraucher
Widerrufsbelehrung
Soweit Verbraucherinnen und Verbrauchern nach den gesetzlichen Vorschriften ein Widerrufsrecht zusteht, gelten die nachfolgende Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular.
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (kantaa - gut beraten GbR, Björn Wulff & Mathias Wulff, Brennerstraße 83, 13187 Berlin, Telefon: (0 30) 48 81 00 04, E-Mail: info@kantaa.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
An: kantaa - gut beraten GbR, Brennerstraße 83, 13187 Berlin, E-Mail: info@kantaa.de
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):
_______________________________________________
Bestellt am (*)/erhalten am (*): ___________
Name des/der Verbraucher(s): ________________
Anschrift des/der Verbraucher(s): ________________
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): ________________
Datum: _________
(*) Unzutreffendes streichen.
§ 6 Vertraulichkeit und Verschwiegenheit
(1) Die Inhalte von Supervision, Coaching, Moderation und sonstigen Beratungsleistungen werden vertraulich behandelt. Informationen über Inhalte, persönliche Äußerungen und Vorgänge aus der Beratung werden ohne Zustimmung der betroffenen Person nicht an Dritte weitergegeben.
(2) Wird die Beratungsleistung durch einen Dritten, insbesondere einen Arbeitgeber oder Träger, beauftragt, erhält der Auftraggeber grundsätzlich nur Informationen, die für Organisation, Terminplanung und Abrechnung erforderlich sind. Inhaltliche Rückmeldungen erfolgen nur, soweit dies zuvor mit den Beteiligten vereinbart wurde oder die betroffenen Personen zugestimmt haben. Allgemeine oder anonymisierte Rückmeldungen zum Beratungsprozess bleiben möglich, sofern keine Rückschlüsse auf einzelne Personen oder vertrauliche Inhalte möglich sind.
(3) Für Mediation gilt ergänzend die gesetzliche Verschwiegenheitspflicht nach § 4 Mediationsgesetz.
(4) Die Verpflichtung zur Vertraulichkeit gilt nicht, soweit eine Offenlegung gesetzlich vorgeschrieben ist oder aufgrund einer gesetzlichen Offenbarungsbefugnis zum Schutz überwiegender Rechtsgüter im konkreten Fall erforderlich ist. Eine Offenlegung erfolgt nur in dem hierfür notwendigen Umfang.
§ 7 Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach den Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die rechtliche Grundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Erfüllung eines Vertrags).
Personenbezogene Daten der Klient*innen (Name, Adresse, Kontaktdaten) werden für die Dauer der Geschäftsbeziehung gespeichert. Steuer- und handelsrechtlich aufbewahrungspflichtige Unterlagen bewahren wir für die jeweils gesetzlich vorgeschriebene Dauer auf und löschen sie anschließend. Inhaltliche Beratungsdokumentation (z. B. Kontraktnotizen, Prozessunterlagen) wird spätestens zwei Jahre nach Abschluss des Beratungsprozesses gelöscht, sofern keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht.
Die Klient*innen haben das Recht, Auskunft über die zu ihrer Person gespeicherten Daten zu erhalten, diese berichtigen oder löschen zu lassen und der Verarbeitung ihrer Daten zu widersprechen. Anfragen bezüglich Datenschutz richten Sie bitte an: info@kantaa.de
§ 8 Haftung
kantaa – gut beraten haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Dies gilt auch für Pflichtverletzungen durch gesetzliche Vertreter und Erfüllungsgehilfen.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den Schaden begrenzt, der bei Vertragsschluss als typische Folge der Pflichtverletzung vorhersehbar war. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die Vertragspartner regelmäßig vertrauen dürfen.
Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen.
Zwingende gesetzliche Haftungsvorschriften bleiben unberührt.
Die Beratung schuldet keinen bestimmten persönlichen, beruflichen oder wirtschaftlichen Erfolg. Entscheidungen und deren Umsetzung bleiben in der Verantwortung der Klient*innen bzw. Auftraggeber*innen.
§ 9 Vertragslaufzeit und Kündigung
Beratungsverträge können von beiden Seiten jederzeit mit einer Frist von vier Wochen gekündigt werden. Fortlaufende Verträge (z. B. regelmäßige Supervision) können von beiden Seiten mit einer Frist von sechs Wochen zum Ende eines Kalenderquartals gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 10 Schlussbestimmungen
Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.
Vorrang individueller Vereinbarungen
Individuelle Vereinbarungen zwischen kantaa – gut beraten und dem Auftraggeber haben Vorrang vor diesen AGB. Änderungen und Ergänzungen sollen aus Gründen der Nachweisbarkeit in Textform erfolgen. Gesetzliche Formvorschriften und der Vorrang individueller Vereinbarungen bleiben unberührt.
Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dieser Vereinbarung ist Berlin, soweit der Vertragspartner Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
Stand: August 2026 | kantaa - gut beraten GbR, Brennerstraße 83, 13187 Berlin